(M)OTHER

Regie: Antonia Hungerland

Muttersein ist das Natürlichste auf der Welt. So scheint es. Doch die Ansprüche an Frauen mit Kindern waren selten so überladen und widersprüchlich wie in der heutigen westlichen Welt. Auf Glücksversprechen folgen oft Benachteiligungen, Überforderungen und Schuldgefühle. Die Mutter ist zu einem künstlich glorifizierten Ideal geworden, das dennoch oft mit der „Natur der Frau“ legitimiert wird.

Dabei leben wir längst in einer Zeit, in der drei Menschen von sich behaupten könnten, die Mutter desselben Kindes zu sein: Eizellspenderinnen geben ihre Gene zur Zeugung von Kindern, Leihmütter tragen Babys aus, die sie unmittelbar nach der Geburt abgeben und auch Männer ziehen Kinder groß – ganz ohne Frau an ihrer Seite.

Es stellt sich also die Frage: Was macht einen Menschen überhaupt zu einer richtigen Mutter?

In einem persönlichen und kaleidoskopartigen Gedankenspiel begegnet die Regisseurin Antonia Hungerland verschiedensten Menschen, von denen niemand dem traditionellen Bild einer richtigen“ Mutter zu entsprechen scheint.

(M)OTHER ist eine poetisch-dokumentarische Entdeckungsreise, die gesellschaftlich hochaktuelle und zukunftsweisende Fragen aufwirft. Der Film hatte 2018 ihre Deutschlandpremiere auf DOK Leipzig und lief auf einigen Festivals, darunter Achtung Berlin und der Berlin Feminist Film Week.

Datum: 10.12. | Uhrzeit: 17:45 Uhr